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Kältemittel CO2: Die nachhaltige Lösung für moderne Kälteanlagen

Kohlendioxid (CO2) wird in vielen Bereichen eingesetzt – als Zusatz zu Getränken oder als Löschmittel. Doch vor allem in der Kältetechnik hat es sich als hocheffizientes Medium etabliert. Wer heute zukunftssichere Kälteanlagen plant, kommt an CO2 als Kältemittel nicht mehr vorbei.

Besonders im Zuge der aktuellen F-Gase-Verordnung setzen Unternehmen verstärkt auf dieses zukunftssichere, natürliche Kältemittel, um umweltfreundliche und gesetzeskonforme Anlagen zu betreiben.

Wissenswertes: Wie heißt CO2 als Kältemittel und ist es natürlich?

In der Fachwelt wird CO2 unter der Bezeichnung R744 geführt. Es ist ein echtes natürliches Kältemittel. Verglichen mit herkömmlichen FKW-Mitteln ist die Auswirkung auf den Treibhauseffekt verschwindend gering. Während das Kältemittel R404A über 3.900-mal schädlicher ist, dient Kohlendioxid mit einem GWP (Global Warming Potential) von 1 als ökologischer Referenzwert.

Eigenschaften von R744 im Überblick:

  • Sicherheitsklasse: A1 (nicht brennbar und nicht giftig).
  • Vorteil gegenüber Ammoniak: Andere natürliche Kältemittel wie Propan oder Ammoniak sind oft brennbar oder giftig – CO2 ist hier die sicherere Wahl.
  • Physik: Ein farbloses Gas, das bei normalem Druck nicht verflüssigt werden kann. Erst ab 5,19 bar ist dies möglich, während es unter –78,5 °C fest wird.

Funktion & Technik: Wie funktioniert CO2 als Kältemittel?

Schon im 19. Jahrhundert wurde CO2 in Kälteanlagen auf Schiffen zur Wasserkühlung genutzt. Heute ist die Technik hochmodern und unterscheidet zwischen zwei Betriebsarten, je nachdem, ob die Kühlung unterhalb oder oberhalb des „kritischen Punktes“ (31 °C bei 73,8 bar) stattfindet:

Subkritische CO2-Anlagen

Diese Systeme sind vom Aufbau her mit normalen FKW-Anlagen vergleichbar. Der Kältekreislauf besteht aus vier Hauptbauteilen: Verdichter, Verflüssiger, Drosselorgan und Verdampfer. Das Kältemittel wird auf der Hochdruckseite verflüssigt und auf der Niederdruckseite verdampft. Da es beim Stillstand zu einem starken Druckanstieg kommen kann, werden diese Anlagen aktiv gekühlt oder durch Sicherheitsventile geschützt.

Transkritische CO2-Systeme

Diese Anlagen sind komplexer, da es keinen klassischen Verflüssiger gibt – man spricht hier von einem Gaskühler. Das CO2 wird durch Entspannen in einer Mitteldruckflasche verflüssigt. Dies erfordert zwei zusätzliche Regelventile, komplexe Steuereinheiten und leistungsgeregelte Verdichter.

Vor- und Nachteile: Warum (nicht) CO2 als Kältemittel verwenden?

Welche Nachteile hat CO2-Kältemittel? Ein Vorteil vieler synthetischer Stoffe war früher der niedrige Betriebsdruck. Bei CO2 ist dieser deutlich höher, weshalb Anlagen robuster gebaut sein müssen. Dies spiegelt sich oft in höheren Kosten wider.

Warum sollte man es dennoch verwenden? Die Vorteile überwiegen: Kohlendioxid ist günstig, sicher und bietet eine hohe Leistung bei geringem Volumen. Zudem ist es die ideale Basis für eine zukunftssichere Strategie für natürliche Kältemittel.

Einsatzgebiete: Von der CO2 Klimaanlage bis zur Prozesskühlung

Obwohl R744 klassischerweise in der Gewerbekälte dominiert, wird die CO2 Klimaanlage sowie die industrielle Prozesskühlung immer beliebter. Überall dort, wo Sicherheit (nicht brennbar, nicht giftig) und Umweltaspekte Hand in Hand gehen müssen, ist dieses Kältemittel die erste Wahl. Besonders bei hohen Lastanforderungen in der Industrie arbeiten diese Anlagen extrem effizient.

Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich CO2 als Kältemittel für Ihren Betrieb?

Die Entscheidung für eine CO2 Kälteanlage ist heute vor allem eine Entscheidung für langfristige Planungssicherheit. Da synthetische Kältemittel durch die F-Gase-Verordnung immer knapper und teurer werden (Quota-System), bietet R744 eine preisstabile und zukunftssichere Alternative.

Obwohl die initialen Investitionskosten aufgrund der hochwertigen Komponenten für hohe Drücke oft über denen konventioneller Anlagen liegen, amortisiert sich das System durch:

  • Förderfähigkeit: Viele CO2-Projekte werden staatlich bezuschusst (z. B. durch die BAFA), da sie massiv zur Dekarbonisierung beitragen.
  • Wärmerückgewinnung: CO2-Anlagen eignen sich hervorragend, um Abwärme für Heizprozesse zu nutzen, was Ihre Energiekosten an anderer Stelle senkt.
  • Zukunftssicherheit: Sie investieren in eine Technik, die auch in 15 Jahren noch allen Umweltauflagen entspricht.

Wir berechnen die Wirtschaftlichkeit für Ihr Projekt! Jeder Betrieb hat individuelle Anforderungen an Temperatur, Leistung und Lastprofile. Wir analysieren Ihre Ist-Situation und zeigen Ihnen transparent auf, ab wann sich der Umstieg auf CO2 für Sie rechnet.

Häufige Fragen zu CO2 als Kältemittel

Kann man CO2 als Kältemittel verwenden?

Ja, CO2 ist seit über 100 Jahren als Kältemittel bewährt und heute dank moderner Steuerungstechnik effizienter denn je.

Wie kann CO2 als Kältemittel verwendet werden?

Es wird in geschlossenen Kreisläufen (subkritisch oder transkritisch) eingesetzt. Es eignet sich hervorragend für Tiefkühlung, Normalkühlung und zunehmend für Wärmepumpen.

Warum wird CO2 wieder als Kältemittel eingesetzt?

Aufgrund der Umweltschädlichkeit von FCKW/FKW und der strengen gesetzlichen Anforderungen (F-Gase-Verordnung) ist CO2 die ökologisch logische Alternative.

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Michael Ottenwälder, KWE-Betriebsleiter

CO₂, Kältemittel und gesetzliche Vorgaben im Überblick

Diese Beiträge zeigen, welche Kältemittel heute eingesetzt werden, welche gesetzlichen Vorgaben gelten und welche nachhaltigen Alternativen sich für Unternehmen anbieten.

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Ralph Ziegler, KWE