
Kältetechnik mit natürlichen Kältemitteln
Die Anforderungen an gewerbliche und industrielle Kälteanlagen verändern sich. Die EU-F-Gase-Verordnung reduziert schrittweise die verfügbaren Mengen fluorierter Kältemittel und führt für verschiedene Anlagenarten neue Grenzwerte und Einsatzbeschränkungen ein.
Für Unternehmen kann das Auswirkungen auf die Planung neuer Anlagen, die Verfügbarkeit bestimmter Kältemittel sowie die zukünftigen Kosten für Wartung und Nachfüllungen haben.
Natürliche Kältemittel wie R290 und CO₂ bieten für viele Anwendungen eine technisch interessante Alternative. Welches Kältemittel geeignet ist, hängt jedoch von der benötigten Leistung, dem Temperaturniveau, der Betriebsweise, dem Aufstellort und den Sicherheitsanforderungen ab.
KWE unterstützt Sie dabei, bestehende Anlagen zu bewerten und eine technisch sowie wirtschaftlich geeignete Lösung für Modernisierung, Ersatz oder Neuinstallation zu entwickeln.
Experten-Wissen: Definition Natürliche Kältemittel
Was sind natürliche Kältemittel?
Als natürliche Kältemittel werden Stoffe bezeichnet, die in der Natur vorkommen und ein vernachlässigbares Treibhauspotenzial aufweisen. Fachlich definiert sich diese Gruppe durch einen GWP-Wert (Global Warming Potential) nahe 0.
- Ihre Vorteile: Sie unterliegen nicht der F-Gase-Verordnung, sind langfristig verfügbar und klimaneutral.
- Wichtige Vertreter: Dazu zählen unter anderem R290 (Propan), R600a (Isobutan) oder R744 (CO2).

Unsere Kälteanlagen mit R290 und CO₂
Jede industrielle oder gewerbliche Anwendung stellt andere Anforderungen an Leistung, Temperatur, Sicherheit und Betriebsweise. KWE prüft, welches Kältemittel und welches Anlagenkonzept für Ihre Kühl- oder Wärmeanwendung geeignet sind.
Kälteanlagen mit R290 – Propan als Kältemittel
R290 besitzt ein sehr niedriges Treibhauspotenzial und eignet sich unter anderem für gewerbliche und industrielle Kälteanlagen, Kaltwassersätze und Wärmepumpen.
Typische Anwendungsbereiche sind:
- Prozess- und Maschinenkühlung
- Kaltwassersätze für Industrie und Gebäudetechnik
- Kühl- und Gefrieranwendungen
- gewerbliche Kälteanlagen
- industrielle Wärmepumpen
- Wärme- und Kälterückgewinnung
- Klimatisierung von Gebäuden


Kälteanlagen mit R744 – CO₂ als Kältemittel
R744 beziehungsweise CO₂ wird unter anderem in der Gewerbe- und Industriekühlung, in Tiefkühlanwendungen und bei der kombinierten Nutzung von Kälte und Wärme eingesetzt.
Typische Anwendungsbereiche sind:
- Gewerbe- und Industriekühlung
- Kühl- und Tiefkühlanwendungen
- Lebensmittelkühlung
- Prozesskühlung
- Brauch- und Prozesswassererwärmung
- industrielle Wärmepumpen
- Nutzung vorhandener Abwärme
Die passende Kältelösung mit natürlichen Kältemitteln – zukunftssicher geplant vom Kälte-Experten
Kaltwassersätze mit natürlichen Kältemitteln
Kaltwassersätze mit natürlichen Kältemitteln können Prozesse, Maschinen und Gebäudetechnik zuverlässig mit Kaltwasser oder einem Wasser-Glykol-Gemisch versorgen.
R290 kommt unter anderem bei luft- oder wassergekühlten Kaltwassersätzen für industrielle und gewerbliche Anwendungen zum Einsatz.
Für die richtige Auslegung berücksichtigt KWE insbesondere:
- benötigte Kälteleistung
- Vorlauf- und Rücklauftemperatur
- Medium und Volumenstrom
- Betriebszeiten und Lastprofil
- Aufstellort und Umgebungstemperatur
- Schallanforderungen
- hydraulische Einbindung
- Sicherheitsanforderungen

Erläuterung Sicherheitsklassen der Kältemittel Propan und CO2
- R290 Propan und R600 Butan sind sogenannte A3-Kältemittel = Geringe Giftigkeit, aber hohe Brennbarkeit.
- Demgegenüber ist C02 ein A1 Kältemittel = Geringe Giftigkeit, geringe Brennbarkeit.
Industrielle Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln
Natürliche Kältemittel können auch in industriellen Wärmepumpen eingesetzt werden. Je nach Temperaturniveau lässt sich vorhandene Abwärme beispielsweise für Warmwasser, Prozesswärme oder die Beheizung von Gebäuden nutzbar machen.
Mögliche Anwendungen sind:
- Nutzung von Abwärme aus Kühlprozessen
- Bereitstellung von Prozesswärme
- Brauchwassererwärmung
- Hallen- und Gebäudebeheizung
- Einspeisung in Nahwärmesysteme
- Unterstützung technischer Trocknungsprozesse


Was die F-Gase-Verordnung für Unternehmen bedeutet
Die Verschärfung der EU-F-Gase-Verordnung (März 2024) ist mehr als eine formale Richtlinie – sie ist ein massiver Eingriff in die Betriebssicherheit Ihrer Kälteanlagen. Das Ziel der EU ist klar: Die schrittweise Reduzierung (Phase-Down) von fluorierten Treibhausgasen bis hin zum vollständigen Verbot im Jahr 2050.
Was das konkret für Ihr Unternehmen bedeutet:
- Verknappung & Preissteigerung: Durch die Quotenregelung werden synthetische Kältemittel (HFKW) künstlich verknappt. Dies führt zu unkalkulierbaren Kosten für Nachfüllungen bei Bestandsanlagen.
- Wartungsverbote: Ab 2025 und 2030 treten schrittweise Verbote für die Wartung und Reparatur bestimmter Bestandsanlagen in Kraft, sofern diese Kältemittel mit einem hohen GWP (Global Warming Potential) nutzen.
- Investitionsrisiko: Wer heute noch in veraltete Technik investiert, riskiert „Stranded Assets“ – Anlagen, die innerhalb ihrer technischen Lebensdauer nicht mehr rechtssicher betrieben werden können.
Die F-Gase-Verordnung und die Folgen für Ihre Kältetechnik
Das Ziel der F-Gase-Verordnung ist es, die Verwendung fluorierter Treibhausgase (sogenannte F-Gase) und die Emissionen daraus. Sie wollen nicht davon betroffen sein?
Unser Tipp: Handeln Sie bereits frühzeitig und lassen Sie sich bei der Umstellung auf ein Natürliches Kältemittel von einem qualifizierten Partner wie der KWE Kältetechnik beraten.
„Wer von der F-Gase-Verordnung nicht kalt erwischt werden will, muss sich schon heute um den Umstieg kümmern. Nur so kann nachhaltig und zukunftssicher geplant werden. Wir von KWE beraten Sie gerne zu Natürlichen Kältemitteln, damit Sie in Ihrem Unternehmen auch für die Zukunft gut gerüstet sind.“

Schritt für Schritt zur Umstellung auf ein natürliches Kältemittel
Potenzialanalyse & GWP-Check
Wir bewerten Ihren Anlagenbestand anhand der aktuellen GWP-Höchstwerte und Leistungsdaten. Dabei identifizieren wir kritische Systeme, die von kommenden Einsatzverboten betroffen sind.
Strategische Planung & Kältemittelwahl
Da die Produktionsmengen für HFKW-Kältemittel massiv sinken, wählen wir bereits jetzt die passende natürliche Alternative (R290, CO2), um Ihre Betriebssicherheit langfristig zu garantieren.
Fördermittel-Management & Effizienz-Check
Bevor wir umrüsten, sichern wir Ihre BAFA-Förderung. Wir nutzen den Umstieg, um die energetische Effizienz Ihrer Anlage zu steigern, damit Sie konform und kostengünstiger kühlen.
Fachgerechte Umstellung & Lifetime-Service
Ob Retrofit oder Neuanlage: Wir führen die Arbeiten mit minimalen Stillstandzeiten durch. Der Umstieg sichert Ihre Produktion dauerhaft vor Service-Verboten ab.

Förderung für Anlagentechnik mit Natürlichen Kältemitteln
Der Umstieg auf natürliche Kältemittel ist nicht nur eine technische Notwendigkeit, sondern wird vom Staat massiv finanziell unterstützt. Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sichern sich Unternehmen attraktive Fördermittel, um die Dekarbonisierung ihrer Kältetechnik wirtschaftlich zu realisieren.
Warum die Förderung den Unterschied macht:
- Hohe Investitionszuschüsse: Je nach Anlagentyp und Einsatzgebiet erhalten Sie bis zu 40 % der förderfähigen Kosten zurückerstattet.
- Kombinierbarkeit: Die Förderung gilt sowohl für die Neuinstallation von Kaltwassersätzen und Wärmepumpen als auch für die energetische Sanierung von Bestandsanlagen.
- Schnelle Amortisation: Durch die Kombination aus staatlichem Zuschuss und der hohen Energieeffizienz natürlicher Kältemittel (R290, CO2) amortisieren sich moderne Systeme oft in Rekordzeit.
Gern beraten wir Sie zu Ihren Möglichkeiten. Weitere Infos finden Sie in den Veröffentlichungen des Bundesanzeigers.

Weitere Lösungen von KWE

Kaltwassersätze
Kaltwassersätze für Prozesskühlung, Maschinenkühlung und Gebäudetechnik – passend zu Leistung, Temperaturniveau und Betriebsweise geplant.

Mietkälte & Leihkälte
Mobile Kälteanlagen und Kaltwassersätze für Ausfälle, Wartungen, Umbauten oder saisonalen Mehrbedarf.

Wartung & Service
Regelmäßige Wartung, Inspektion und technische Betreuung für eine zuverlässige und wirtschaftliche Kältetechnik.
KWE – Ihr Fachbetrieb für Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln
Der Umgang mit brennbaren (A3) oder Hochdruck-Kältemitteln erfordert höchste Präzision. Unser Team ist speziell geschult und zertifiziert, um Ihre Anlage sicher und effizient zu betreiben.
- Sicherheit an erster Stelle: Wir garantieren die strikte Einhaltung aller Sicherheitsauflagen (z. B. Belüftungskonzepte für R290 oder Drucküberwachung für CO2) vor Ort.
- Regionale Präsenz: Von unseren Standorten in Stuttgart und Crailsheim aus betreuen wir Industriebetriebe in ganz Baden-Württemberg mit kurzen Reaktionszeiten.
- 24/7 Service: Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch Werterhalt. Mit proaktiver Wartung und unserem Notdienst sichern wir Ihre Produktion rund um die Uhr ab.

Zertifizierte Fachkompetenz: Ihr Vorsprung durch geprüfte Qualität
Als zertifizierter Fachbetrieb nach § 6 ChemKlimaschutzV garantieren wir Ihnen höchste technische Standards. Wir projektieren Ihre Anlagen schon heute mit natürlichen Kältemitteln wie R290 (Propan) – so sichern wir Ihre Investition langfristig gegen kommende Kältemittel-Verbote ab und sorgen für maximale Förderfähigkeit.
Ihr Experte für Natürliche Kältemittel: in Stuttgart und nahe Crailsheim
Als Ihr spezialisierter Partner für nachhaltige Kältetechnik betreuen wir Industriekunden im gesamten Raum Hohenlohe, Frankenhardt, Crailsheim, Schwäbisch Hall sowie im Großraum Stuttgart. Der Betrieb von Anlagen mit natürlichen Kältemitteln wie R290 erfordert höchste Sorgfalt – unsere zertifizierten Techniker sind regional schnell vor Ort, um die Sicherheit und maximale Effizienz Ihrer zukunftssicheren Anlage durch proaktive Wartung und schnellen Service zu garantieren.

KWE ist an zwei Standorten Ihr Partner für Natürliche Kältemittel und Kältetechnik. Ob Kaltwassersatz in Stuttgart, Kältemaschine in Crailsheim oder Cooler in Schwäbisch Hall. Wir sind mit allen Belangen für Sie vor Ort.
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