
Hochtemperatur-Wärmepumpe: effiziente Wärme statt Gas und Öl
Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe erzeugt nutzbare Wärme auf einem höheren Temperaturniveau als klassische Wärmepumpensysteme. Dadurch eignet sie sich besonders für Unternehmen, die Prozesswärme, hohe Vorlauftemperaturen oder Wärme für gewerbliche Bestandsgebäude benötigen.
In Industrie und Gewerbe kann eine Hochtemperatur-Wärmepumpe dabei helfen, fossile Energieträger zu reduzieren, vorhandene Abwärme wieder nutzbar zu machen und die CO2-Bilanz des Unternehmens zu verbessern. Entscheidend ist eine sorgfältige technische Planung: Wärmebedarf, Temperaturniveau, Laufzeiten, Wärmequelle, Hydraulik und Einbindung in bestehende Anlagen müssen exakt zusammenpassen.
KWE begleitet Sie von der ersten Beratung über die technische Auslegung bis zur Montage und Wartung Ihrer Anlage.
Wann ist eine Hochtemperatur-Wärmepumpe sinnvoll?
Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe ist besonders interessant, wenn in Ihrem Unternehmen regelmäßig Wärme auf hohem Temperaturniveau benötigt wird oder bestehende Öl- und Gaskessel ersetzt beziehungsweise entlastet werden sollen.
Typische Einsatzfälle sind:
- Prozesswärme in der Produktion
- Erwärmung von Wasser, Flüssigkeiten oder Rohmaterialien
- Trocknungs-, Reinigungs-, Wasch- oder Sterilisationsprozesse
- Nutzung von Abwärme aus Produktionsanlagen
- Wärmerückgewinnung aus Kälte-, Lüftungs- oder Prozessanlagen
- Beheizung von Produktionshallen, Lagerhallen und technischen Gebäuden
- Modernisierung gewerblicher Bestandsgebäude und Nichtwohngebäude
- Reduzierung von Gas- und Ölverbrauch im laufenden Betrieb
Welche Temperaturen sind mit Hochtemperatur-Wärmepumpen möglich?
Hochtemperatur-Wärmepumpen erreichen je nach Hersteller, Kältemittel, Wärmequelle und Anlagenkonzept hohe Vorlauftemperaturen. Für viele industrielle Anwendungen sind Temperaturen bis etwa 90 °C, 100 °C oder darüber hinaus relevant. Spezielle Systeme können je nach Auslegung auch Temperaturniveaus bis ca. 130 °C erreichen.
Wichtig ist dabei nicht nur die maximale Temperatur der Anlage. Entscheidend ist, welche Temperatur an Ihrem Verbraucher tatsächlich benötigt wird und wie konstant diese bereitgestellt werden muss.
KWE prüft deshalb unter anderem:
- benötigte Vorlauf- und Rücklauftemperaturen
- erforderliche Heizleistung
- vorhandene Abwärmequellen
- tägliche und saisonale Lastprofile
- Betriebszeiten der Produktion
- hydraulische Einbindung
- vorhandene Speicher und Verteilsysteme
- mögliche Kombination mit bestehenden Kesseln oder Kälteanlagen
Hochtemperatur-Wärmepumpe für Ihre Anwendung auslegen lassen
Hochtemperatur-Wärmepumpen für Prozesswärme
In vielen Produktionsbetrieben wird Wärme nicht nur zum Heizen von Gebäuden benötigt, sondern direkt für industrielle Prozesse. Genau hier liegt eine zentrale Stärke der Hochtemperatur-Wärmepumpe.
Sie kann Prozesswärme bereitstellen für zum Beispiel:
- Lebensmittelindustrie
- Papier- und Verpackungsindustrie
- Chemie und Kunststoffverarbeitung
- Metallbearbeitung und Oberflächentechnik
- Reinigungs- und Waschanlagen
- Trocknungsprozesse
- Erwärmung von Prozesswasser
- technische Medien und Flüssigkeiten
- Wärmerückgewinnung aus Produktionsprozessen
Ob eine Hochtemperatur-Wärmepumpe den bestehenden Kessel vollständig ersetzt oder zunächst als bivalente Lösung ergänzt, hängt von Ihrem Wärmebedarf und den Prozessanforderungen ab. Häufig ist eine Kombination aus Wärmepumpe, Speicher, bestehender Wärmeerzeugung und intelligenter Regelung die wirtschaftlichste Lösung ist.
Konkrete Anwendungsgebiete:









Abwärme nutzen und Energiekosten senken
Viele Unternehmen geben Wärme ungenutzt an die Umgebung ab. Diese Abwärme entsteht beispielsweise durch Kälteanlagen, Kompressoren, Produktionsmaschinen, Lüftungsanlagen oder Prozesskühlung.
Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe kann diese vorhandene Energie wieder nutzbar machen. Die Abwärme wird aufgenommen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und anschließend für Heizung, Warmwasser oder Prozesswärme eingesetzt.
Das reduziert den Bedarf an zusätzlicher Energie und verbessert die Gesamteffizienz Ihrer Anlage. Für Unternehmen bedeutet das:
- weniger Gas- oder Ölverbrauch
- geringere laufende Energiekosten
- bessere Nutzung vorhandener Energiequellen
- niedrigere CO2-Emissionen
- stärkere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern
- bessere Planbarkeit der Betriebskosten
Hochtemperatur-Wärmepumpe für Bestandsgebäude und Nichtwohngebäude
Hochtemperatur-Wärmepumpen können auch für gewerbliche Bestandsgebäude interessant sein, insbesondere wenn höhere Vorlauftemperaturen benötigt werden. Das betrifft zum Beispiel Bürogebäude, Verwaltungsgebäude, Produktionshallen, Lagerhallen oder gemischt genutzte Nichtwohngebäude.
Ob eine Hochtemperatur-Wärmepumpe vorhandene Heizkörper, Lüftungsanlagen oder Wärmeverteilungen versorgen kann, hängt von der bestehenden Gebäudetechnik ab. KWE prüft vor Ort, welche Temperaturen tatsächlich erforderlich sind und ob eine Anpassung der Hydraulik, Regelung oder Wärmeverteilung sinnvoll ist.
So lässt sich vermeiden, dass eine Wärmepumpe zu groß, zu klein oder für das vorhandene System ungeeignet ausgelegt wird.
Weniger
Energieverbrauch
Weniger
CO2
Bessere Außenwahrnehmung
Energieeffizienz und CO₂-Bilanz verbessern
Mit einer richtig geplanten Hochtemperatur-Wärmepumpe reduzieren Unternehmen den Einsatz fossiler Energieträger und nutzen vorhandene Energiequellen effizienter. Das senkt laufende Energiekosten, verbessert die CO₂-Bilanz und unterstützt Nachhaltigkeitsziele in Produktion, Gewerbe und Gebäudebetrieb.
Gerade für Industrieunternehmen kann das ein wichtiger Vorteil sein: Viele Kunden, Auftraggeber und Investoren achten zunehmend auf Energieeffizienz, Emissionen und nachvollziehbare Maßnahmen zur Dekarbonisierung.
Vorteile für Ihr Unternehmen
- Reduzierung von Gas- und Ölverbrauch
- Nutzung vorhandener Abwärme
- Senkung laufender Energiekosten
- Verbesserung der CO₂-Bilanz
- Beitrag zu Nachhaltigkeits- und Klimazielen
- geeignet für Prozesswärme und Gebäudewärme
- Kombination mit bestehenden Anlagen möglich
- langfristig besser planbare Betriebskosten
Der Service zur Wärmetechnik von KWE
KWE ist seit über 30 Jahren Ihr Partner für Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik. Wir planen und realisieren individuelle Lösungen für Industrie, Gewerbe und anspruchsvolle Bestandsgebäude.
Unsere Stärke liegt in der Verbindung aus Wärmetechnik, Kältetechnik und praktischer Umsetzung. Gerade bei Hochtemperatur-Wärmepumpen ist dieses Zusammenspiel wichtig, weil Wärmequellen, Prozesskälte, Abwärme, Hydraulik und Regelungstechnik gemeinsam betrachtet werden müssen.
Mit KWE erhalten Sie:
- Unterstützung bei Modernisierung und Erweiterung
- persönliche Beratung
- technische Planung
- Auswahl geeigneter Hersteller und Komponenten
- Montage durch erfahrene Fachkräfte
- Inbetriebnahme und Einweisung
- Wartung und Service

Häufig gestellte Fragen zu Hochtemperatur-Wärmepumpen
Eine Hochtemperatur-Wärmepumpe ist eine Wärmepumpe, die höhere Vorlauftemperaturen bereitstellen kann als klassische Wärmepumpensysteme. Sie eignet sich für industrielle Prozesswärme, gewerbliche Bestandsgebäude und Anwendungen, bei denen höhere Temperaturen erforderlich sind.
Sie eignet sich vor allem für Industrie- und Gewerbebetriebe mit regelmäßigem Wärmebedarf. Typische Einsatzbereiche sind Produktion, Prozesswärme, Trocknung, Reinigung, Warmwasser, Hallenheizung und die Nutzung vorhandener Abwärme.
Das hängt vom Anlagenkonzept, Hersteller, Kältemittel und der Wärmequelle ab. Viele Anwendungen liegen im Bereich von etwa 70 °C bis 100 °C. Spezielle Hochtemperatur-Wärmepumpen können je nach Auslegung auch höhere Temperaturniveaus bis ca. 130 °C erreichen.
Die Kosten hängen stark von Leistung, Temperaturniveau, Wärmequelle, Speicher, Hydraulik, Montageaufwand und Einbindung in die bestehende Anlage ab. Deshalb erstellt KWE nach der technischen Prüfung ein individuelles Konzept und Angebot.
Der Stromverbrauch hängt vor allem von der benötigten Vorlauftemperatur, der Temperatur der Wärmequelle und den Betriebsstunden ab. Je geringer der Temperaturhub zwischen Wärmequelle und Nutztemperatur ist, desto effizienter kann die Anlage arbeiten. KWE betrachtet deshalb immer das gesamte Wärmesystem und nicht nur die Wärmepumpe selbst.
In gewerblichen Bestandsgebäuden kann das möglich sein. Entscheidend ist, welche Vorlauftemperaturen die vorhandenen Heizkörper tatsächlich benötigen und ob Hydraulik, Regelung und Gebäudezustand zur Wärmepumpe passen. KWE prüft vor Ort, ob die vorhandene Wärmeverteilung geeignet ist oder angepasst werden sollte.
Je nach Anwendung können Förderprogramme für Prozesswärme, erneuerbare Wärme oder Nichtwohngebäude infrage kommen. Ob Ihr Projekt förderfähig ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Wichtig ist, dass Förderanträge meist vor der Beauftragung gestellt werden müssen.
Ja, in vielen Fällen ist eine Kombination sinnvoll. Abwärme aus Kälteanlagen oder Prozesskühlung kann als Wärmequelle genutzt und über die Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau gebracht werden.
Staatliche Förderung für Hochtemperatur-Wärmepumpen
Für Hochtemperatur-Wärmepumpen können je nach Anwendung staatliche Förderprogramme infrage kommen. Das gilt insbesondere, wenn erneuerbare Prozesswärme bereitgestellt, Abwärme genutzt oder ein bestehendes Heizsystem in einem gewerblichen Nichtwohngebäude modernisiert wird.
Welche Förderung möglich ist, hängt vom konkreten Projekt ab. Entscheidend sind unter anderem Anwendung, Temperaturniveau, Energieträger, Effizienzanforderungen, Gebäudeart und Zeitpunkt der Antragstellung.
KWE unterstützt Sie bei der technischen Einordnung Ihres Projekts und stimmt sich bei Bedarf mit Energieeffizienz-Experten, Herstellern und weiteren Projektbeteiligten ab.
Wichtig: Förderanträge müssen in der Regel vor der Beauftragung gestellt werden. Maßgeblich sind immer die aktuell gültigen Förderrichtlinien.
Förderung von Prozesswärme:
https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Energieeffizienz_und_Prozesswaerme/Modul2_Prozesswaerme/modul2_prozesswaerme_node.html
Speziell für die Anwendungen unserer Wärmepumpen im Prozess kommt hier das im Link befindliche Modul 2 zum Einsatz.
Die Förderung der Heizungssanierung für „gewerblich genutzte Nichtwohngebäude“ (das ist der BAFA-Fachbegriff), also z.B. Bürogebäude, Industriehallen, usw. findet sich hier:
Gern helfen unsere Mitarbeiter Ihnen hier weiter und zeigen Ihnen alles, worauf Sie bei einer staatlichen Förderung achten müssen. Sprechen Sie uns an!
*Maßgeblich sind die jeweilig gültigen staatlichen Förderrichtlinien.
Jetzt Anwendung prüfen lassen
Regional für Sie im Einsatz – Stuttgart & Frankenhardt
Mit unseren Standorten in Frankenhardt und Stuttgart betreuen wir Industrie- und Gewerbekunden persönlich und zuverlässig. Unser Einsatzgebiet umfasst unter anderem Stuttgart, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Crailsheim, Ulm, Würzburg und die umliegenden Regionen.
Kurze Wege bedeuten für Sie schnelle Abstimmung, verlässlichen Service und gute Erreichbarkeit bei Wartung, Störung oder Erweiterung Ihrer Anlage.


